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Montag, 27. Juni 2011, 17:08

E-Mail-Rechnungen sind ab dem 1. Juli 2011 steuerlich gleichgestellt

Mit Wirkung zum 1. Juli 2011 dürfen Unternehmen auch für elektronische Rechnungen,
die ohne elektronische Signatur versendet wurden, ihr Recht auf Vorsteuerabzug geltend
machen. Bislang hatten die Finanzämter keine Rechnungen zum Vorsteuerabzug akzeptiert,
die per „einfacher“ Email versendet worden waren.

Im Umkehrschluss bleibt es Unternehmern künftig selbst überlassen, die Echtheit einer
erhaltenen Rechnung und die Identität des Absenders zu prüfen. Die Veränderung ist das
Ergebnis des Steuervereinfachungsgesetzes, das der Deutsche Bundestag Anfang Juni 2011
in zweiter und dritter Lesung verabschiedet hat. Es steht im Einklang mit den
Richtlinien des EU-Rates zu Rechnungsstellungsvorschriften vom 13. Juli 2010.

Laut einer Mitteilung des Deutschen Verbandes für Post, Informationstechnologie und
Telekommunikation dürfte das Gesetz bei Anbietern von Dienstleistungen nach dem
De-Mail-Gesetz für Ernüchterung sorgen. Denn diese zielten vor allem auf Versender
regelmäßiger Rechnungen und weiterer adressierter Geschäftspost in großen Stückzahlen

Einen Frage-Antwort-Katalog zur elektronischen Rechnungsstellung nach Art. 5 des
Steuervereinfachungsgesetzes findet sich auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums .

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